1. Rechenleistung: Nvidias 85 %-Monopol als Hürde
Rechenleistung ist das Fundament jeder KI-Anwendung. Die Kontrolle über spezialisierte Chips entscheidet darüber, wer KI-Systeme trainieren und deployen kann – und wer nicht.
Die Realität: Nvidia kontrolliert ca. 85 % des Halbleitermarktes für KI-Chips.2 Selbst europäische Gigafabriken benötigen diese Technologie. Der European Chips Act der Europäischen Kommission mobilisiert zwar 43 Milliarden Euro3, um Europas Halbleiter-Wettbewerbsfähigkeit zu stärken – doch europäische Newcomer sind derzeit noch nicht stark genug, um die amerikanische Dominanz zu brechen.
2. Cloud-Infrastruktur: 72 % US-Kontrolle über europäische Daten
US-Anbieter wie Microsoft und Google kontrollieren ca. 72 % der europäischen Cloud-Kapazitäten.4 Diese Hyperscaler-Dominanz bedeutet: Europäische Unternehmensdaten landen häufig auf amerikanischen Servern - trotz GDPR-Anforderungen.
Europäische Cloudanbieter gewinnen an Umsatz, die europäischen Produkte hinken jedoch aktuell insbesondere hinsichtlich des Funktionsumfangs und der Skalierbarkeit noch deutlich hinten den amerikanischen Hyperscalern hinterher. Die Abhängigkeit bleibt bestehen.
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3. Sprachmodelle: 73 % aus den USA, 15 % aus China
Bei Sprachmodellen ist die Konzentration besonders ausgeprägt. 73 % aller Sprachmodelle der letzten Jahre stammten aus den USA, 15 % aus China – nur 12 % aus Europa.5 Die Entwicklung konzentriert sich auf Tech-Giganten wie OpenAI, Google und Anthropic.
Europäische Alternativen entstehen, sind aber unterfinanziert: Mistral AI (Frankreich) und DeepL (Deutschland) entwickeln leistungsstarke Modelle. Doch die Finanzierungslücke ist erheblich: Während OpenAI über 13 Milliarden USD von Microsoft erhielt, sammelte Mistral AI nur rund 3,2 Milliarden Euro in mehreren Finanzierungsrunden.6, 7 Diese Lücke spiegelt sich in der Innovationsgeschwindigkeit und im Service-Portfolio wider.