Die Lösung liegt in der Einführung eines systematischen und methodischen IT-Service-Pricings. Dies ist kein bürokratisches Monster, sondern ein kaufmännisches Steuerungsinstrument, das den Dialog zwischen IT und Business auf eine faktenbasierte Ebene hebt. Ein erfolgreiches Projekt in diesem Bereich liefert konkrete, messbare Ergebnisse:
- Schaffung vollständiger Kostentransparenz.
- Klare Definition der Service-Erbringung gegenüber den internen Kunden.
- Eine direkte Verknüpfung von Nutzung und Kosten für jeden Service.
- Aufbau eines robusten Kalkulationsmodells, das alle Kostenarten und -treiber berücksichtigt.
- Etablierung eines vollumfänglichen Modells zur automatisierten internen Kostenkalkulation.
- Entwicklung eines Management-Dashboards für einen schnellen Überblick und einfache Analysen (Drill-down).
- Systematische Identifikation von Möglichkeiten zur Kosteneinsparung.
Um diese Ziele zu erreichen, gliedert sich der Prozess in die folgenden, bewährten Phasen:
Phase 1: Die Grundlage schaffen – Service Design und Servicekatalog
Am Anfang steht die klare Definition der Leistung. Ein sauber strukturierter Servicekatalog beschreibt die IT-Leistungen aus Anwendersicht und legt Leistungsumfang, Qualität (SLAs) und Prozesse fest. Dies ist die unverzichtbare Basis für jede Kalkulation.
Phase 2: Kostentransparenz herstellen – Die Kostenbasis verstehen
In dieser Phase werden alle IT-Kosten (Personal, Hardware, Software, externe Dienstleister, Gemeinkosten) vollständig erfasst und in einem zentralen Kostenmodell, idealerweise unterstützt durch TBM-Tools, strukturiert.
Phase 3: Die Logik der Verrechnung – Kosten auf Services umlegen
Die erfassten Kosten werden mittels nachvollziehbarer Umlageschlüssel (z.B. genutzte Server, Anzahl Tickets, Datenverkehr) den Services im Katalog zugeordnet. Am Ende dieses Schrittes steht eine transparente Vollkostenrechnung für jeden einzelnen Service.
Phase 4: Das Preismodell definieren – Von den Kosten zum Preis
Basierend auf den Vollkosten wird der Verrechnungspreis festgelegt. Hierbei können verschiedene strategische Modelle zum Einsatz kommen: kostenbasierte, marktpreisorientierte oder wertorientierte Preisbildung. Oft ist eine intelligente Kombination dieser Ansätze der Schlüssel zum Erfolg.